Zu Besuch bei Sipgate

Wir haben "frische Luft" geschnuppert – Zu Besuch bei Sipgate lernten wir eine andere Unternehmenskultur kennen. Doch wer oder was ist eigentlich Sipgate? Kurz gesagt ist Sipgate ein IT-Unternehmen, das Telefonsoftware herstellt. Interessant für uns: Bei Sipgate werden agile Arbeitsmethoden angewendet. Wie das Ganze bei anderen Unternehmen in der Praxis aussieht, wollten wir uns schon lange mal anschauen und nutzten dafür einen der s. g. Open Doors (= Tag der offenen Tür), die einen Einblick in das Innere des Unternehmens bieten.

Vor Ort angekommen, waren wir wirklich erstaunt über die Vielzahl der Besucher. Nachdem wir herzlich empfangen wurden, ging es auch schon los. Grüppchenweise wurden wir durch das gesamte Unternehmen geführt, wobei wir an verschiedenen Stationen Halt machten, z. B. an der „Weiterbildungswand“. Diese ist übrigens auf dem Weg zu den Toiletten montiert – clever, weil dort früher oder später einfach jeder hin muss! ;) Bei der Weiterbildungswand geht es darum, all die Themen festzuhalten, für welche sich der einzelne Mitarbeiter interessiert. Im Anschluss entscheidet dann das gesamte Team darüber, welche Weiterbildungen als sinnvoll erachtet werden und somit besucht werden können. Wo wir gerade bei Teamentscheidungen sind, so spielen diese auch für die Einstellung und Kündigung von Mitarbeitern bei Sipgate eine große Rolle. Im Wesentlichen ist das gesamte Team in den Bewerbungs- und Einstellungsprozess involviert; die Personalabteilung assistiert "lediglich", z. B. bei der Veröffentlichung von Stellenausschreibungen.

Bei unserer Führung fiel uns auf, dass Sipgate sehr viel Wert auf Transparenz legt, d. h., sämtliche Unternehmensprozesse, Teamentscheidungen, Meeting-Ergebnisse und Angebote werden visualisiert auf Glaswänden, Boards, Klebezetteln, Tafeln, Flipcharts usw., die für jedermann zugänglich sind. Dabei entstand zu keinem Zeitpunkt der Eindruck, man wolle die Beschäftigten überwachen – im Gegenteil, eher das Gefühl, ihnen Hilfestellungen bieten zu wollen, sie vor Überlastungen zu schützen und Akzeptanz zu schaffen für entsprechende Handlungen und Entscheidungen. Uns überraschte, in welchem Ausmaß geschrieben, gezeichnet, geschnitten und geklebt wird – alles per Hand wohlbemerkt – und das, wo wir uns doch in einem IT-Unternehmen befanden.

Eindrucksvoll war nicht nur die Gestaltung der Unternehmensprozesse, sondern auch die der Räumlichkeiten. Bei Sipgate sind über 170 Mitarbeiter angestellt und die benötigen Platz. Die Büros sind sehr offen und groß gehalten. Zudem existieren Angebote der Kinderbetreuung, zahlreiche Meeting-Orte, ein firmeneigenes Restaurant, ein Außenbereich samt Strandbar u. v. m. Bei Sipgate gab es sehr viel Neues zu erfahren und zu entdecken. Aber weil so viele neue Eindrücke müde machen, ließen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen und beschlossen, uns am kommenden Morgen wieder zusammenzusetzen.

Was nehmen wir mit? Fazit unseres Besuches ist u. a., dass agile Arbeitsmethoden und die vielfältigen Möglichkeiten der Visualisierung vor allem einen Zweck verfolgen: Miteinander zu kommunizieren und sich auf das Wesentliche zu fokussieren – und dies ist in jedem Unternehmen möglich und wichtig. Unser Ziel ist es, genau daran weiter zu arbeiten.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Zeit für "frische Luft"? Ein Besuch bei Sipgate lohnt sich auf jeden Fall!
09
05
2019
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